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Prof. Götz Werner gehört zu den Menschen, die sich ein Leben ohne Arbeit kaum
vorstellen können. Für ihn bedeutet Arbeit Selbstentfaltung. Was ihn antreibt, ist eine unternehmerische Vision, die ihn über alle Mühen und
Durststrecken im täglichen Geschäft hinwegträgt. Werners Ziel: Die Mitarbeiter seines Unternehmens für seine Vision zu gewinnen und ihnen möglichst
großen Gestaltungsspielraum einzuräumen. So hofft er in der Belegschaft unternehmerisches Denken zu wecken. Sein Traum: Jeder Mitarbeiter erlebt
- wie Werner selbst - Arbeit als Verwirklichung seiner selbst. Daraus erwachsendes Handeln käme dem Einzelnen wie auch dem Unternehmen zugute.
Dass diese Rechnung aufzugehen scheint, zeigt eine Erfolgsmeldung von Oktober 2008, wonach dm die Billiganbieter Aldi und Schlecker im entsprechenden
Segment überflügelt hat.
Im Video-Interview erläutert Werner die Zusammenhänge zwischen "Dialogischer Führung" und dem von ihm geforderten bedingungslosen Grundeinkommen.
Prof. Werner: Wir nennen das Dialogische Führung... (Länge: 1 Min. 33 Sek.) |
Herr Prof. Werner, den Erfolg Ihres Unternehmens sehen Sie in engem Zusammenhang mit dem von Ihnen gepflegten wertschätzenden Umgang. Stichwort “Dialogische Führung”...
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Prof. Werner: Bewusstsein leitet Handeln (Länge: 1 Min. 2 Sek.) |
Wie erklären Sie diese enge Wechselwirkung zwischen Einstellung und Arbeitsleistung?
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Prof. Werner: Mund-zu-Mund-Werbung ist die beste und billigste (Länge: 22 Sek.) |
Was heißt das in der Praxis?
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Prof. Werner: Identifikationsmöglichkeit bieten (Länge: 1 Min.) |
Zutrauen edelt den Menschen - auch Ihre Devise. Warum legen Sie so großen Wert auf ein Grundvertrauen?
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Prof. Werner: So gesehen ist jeder Unternehmer (Länge: 40 Sek.) |
Mitarbeiter als Unternehmer im Unternehmen, die dessen Philosophie in eigener Regie umsetzen?
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Prof. Werner: Einkommen ermöglicht Arbeit, nicht umgekehrt! (Länge: 1 Min. 12 Sek.) |
Sie unterscheiden zwischen Arbeits- und Einkommensplatz. Warum?
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Prof. Werner: Rahmenbedingungen ändern Menschen (Länge: 43 Sek.) |
Das klingt sehr nach Utopie. Die Menschen werden sich nicht von heute auf morgen ändern...
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Prof. Werner: Grundsicherung eröffnet völlig neue Perspektiven (Länge: 1 Min. 16 Sek.) |
Sie raten, statt nach größtmöglichem Einkommen nach einer Berufung zu suchen. Gilt dies auch für Ältere?
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Prof. Werner: Trapezkünstler mit Netz wagen mehr (Länge: 26 Sek.) |
Ruhen sich nicht schon heute zu viele in der sozialen Hängematte aus? Verführt ein sicheres Netz nicht zum Nichtstun?
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Prof. Werner: Internat. Intern. Arbeitsteilung braucht neue Sozialsysteme (Länge: 48 Sek.) |
Kann das Konzept einer garantierten Grundsicherung auch in einer globalisierten Welt funktionieren?
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Prof. Werner: Meine Ideen versöhnen soziales Herz und neoliberalen Verstand (Länge: 36 Sek.) |
Sind Sie mit Ihren Ideen der kapitalistische Gegenentwurf von Dagobert Duck, wie eine Zeitung Sie einmal nannte?
Weitere Informationen
- ZDF log in (25.2.2011): Geld ohne Arbeit -> Online-Abstimmung zu einem bedingungslosen Grundeinkommen von 1.000 Euro im Monat
- Caspar Dohmen: Mehr für Müllmänner, weniger für Manager
Der Unternehmer Götz Werner propagiert das bedingungslose Grundeinkommen für alle Bürger. Die Folge davon wäre, dass die Gehälter für harte, unattraktive Jobs deutlich steigen Süddeutsche Zeitung vom 31. Mai 2011
- Der bessere Discounter
Die Drogeriemarktkette dm setzt auf flache Hierarchien und eine Kultur der Eigenverantwortung Süddeutsche Zeitung vom 9. April 2008
- Lutz Lichtenberger: SZ vom 2./3. Februar 2008 Bürger nur mit Schulabschluss "Unerhörte Freiheit": Der Soziologe Wolfgang Engler nennt Bedingungen für das bedingungslose Grundeinkommen
- Interview von Nina Bovensiepen mit dm-Chef Götz Werner: "Kein Zwang zur Arbeit"
Süddeutsche Zeitung vom 10.1.07
Ein Grundrecht auf Kredit fordert der Friedensnobelpreisträger und Wirtschaftsprofessor Muhammad Yunus, der seit 30 Jahren seinen bettelarmen Landsleuten in Bangladesch Kleinkredite ohne Sicherheit gewährt, um den Unternehmergeist in ihnen zu wecken. Anfangs hatte man ihn belächelt, inzwischen wurde sein Modell einer Bank für Arme weltweit tausendfach kopiert. Yunus ist seit langem Mitglied der Ashoka-Stiftung. Dieses Netzwerk fördert Sozialreformer, die Menschen nicht "versorgen", sondern durch Starthilfe ermuntern wollen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Im Hanser Verlag dazu erschienen: Muhammad Yunus Die Armut besiegen
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