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Dr. Wolfgang Hinz arbeitete lange Jahre als Geschäftsführer bekannter
Familienunternehmen wie Hilti, Fissler oder Gebrüder Röchling. Seine Erfahrungen als erfolgreicher Krisenmanager fasst Hinz in seinem Fachbuch
Prozessorientiert FÜHREN
zusammen. Er stellt darin ein Führungskonzept vor, das auf die genaue Analyse von Interessenstrukturen im Unternehmen und deren bewusste Einbindung
setzt. Ein Patentrezept für gute Führung könne es nicht geben, so Hinz, denn Führung habe immer mit Menschen zu tun und sei daher ein lebendiger
Prozess. Statt Gewissheit Wahrscheinlichkeiten. Zur Orientierung für die tägliche Entscheidung unter Unsicherheit empfiehlt der Krisenmanager das
(Persönlichkeits-) Enneagramm.
Dieser Typologisierungsversuch könne einem Unternehmenslenker helfen, die Persönlichkeitsstrukturen der Menschen in seinem Umfeld besser einzuschätzen,
um sie mit den für sie passenden Aufgaben zu betrauen. Die Idee dahinter:
Wer seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechend arbeiten darf, schöpft sein
Potenzial aus und erbringt gute Leistung. Laut Hinz ist die genaue Kenntnis von Interessensstrukturen besonders in
Krisensituationen entscheidend.
Dr. Hinz: Vor dem Begriff 'Konflikt' nicht erschrecken (Länge: 54 Sek.) |
Herr Dr. Hinz, welcher gravierende Managerfehler fiel Ihnen im Laufe Ihrer Karriere als Retter angeschlagener Unternehmen auf?
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Dr. Hinz: Folgen sind destruktive Machtkämpfe, sinkende Produktivität u. Innovationskraft... (Länge: 45 Sek.) |
Wachsende Individualisierung, eine stärkere Vernetzung nach außen und immer schnellere Kommunikationswege steigern das Konfliktpotenzial. Was geschieht in einem Unternehmen, das Konflikte zu unterdrücken versucht?
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Dr. Hinz: Zu geringer Verdienst ist oft nur ein vorgeschobener Grund... (Länge: 35 Sek.) |
Auch konfliktbereite Manager versagen hier gelegentlich. Ihr Problem: Konflikte erkennen...
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Dr. Hinz: Interessen aller miteinander in Einklang bringen... (Länge: 25 Sek.) |
Inwiefern kann es hilfreich sein, die sogenannte Landkarte eines Mitarbeiters zu kennen?
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Dr. Hinz: Hypothesen immer wieder überprüfen... (Länge: 23 Sek.) |
Verfügen „Landkarten“-Leser über gesicherte Erkenntnis, der sie blind vertrauen dürften?
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Dr. Hinz: Personale Autorität lebt von der Zubilligung durch andere... (Länge: 58 Sek.) |
Die Devise kann also nur heißen: Zuhören und aufmerksam beobachten, sich üben in verbaler und nonverbaler Kommunikation*. Interessenstrukturen erkennen und berücksichtigen – eine wesentliche Voraussetzung für personale Autorität?
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Dr. Hinz: Das Gegenmodell zur Informationshamsterei... (Länge: 20 Sek.) |
Sie raten dringend zur offenen Kommunikation und definieren diese als 'aktive Gestaltung des notwendigen Informationsaustausches zum zweckgerichteten Handeln'. Was heißt das?
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Dr. Hinz: Strategie, die nach Bedarf Kooperation oder Wettbewerb einbezieht... (Länge: 1 Min 20) |
Ihrer Erfahrung nach lohnt sich der Verzicht auf das Machtinstrument 'Wissen', da er mit 'Vertrauen' gratifiziert wird. Dennoch setzen Sie auf das Prinzip 'Gegenseitig' - warum?
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Dr. Hinz: Gebraucht wird eine bestimmte Grundhaltung... (Länge: 59 Sek.) |
Zur Implementierung Ihres Modells der prozessorientierten Führung sind strukturelle Veränderungen zwingend von Personalentwicklungsmaßnahmen zu begleiten - warum?
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Dr. Hinz: Verdrängte Verhaltensmuster hinzulernen... (Länge: 1 Min 13 Sek.) |
Ihr Ziel ist die 'integrierte Persönlichkeit' – eine Person, der es gelungen ist, ihre von früher Kindheit an erworbenen Verhaltensmuster bewusst zu erweitern, d.h. Defizite zu erkennen und sich einem Lernprozess zu unterziehen...
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Dr. Hinz: Wer sich seiner Defizite bewusst ist, kann in jedem Alter dazulernen... (Länge: 48 Sek.) |
Kommt eine Erkenntnis um die Lebensmitte nicht zu spät, um 'Schattenelemente" noch integrieren zu können? Was macht Sie so sicher, dass dies noch funktionieren kann?
*Zur „nonverbalen“ Kommunikation:
Prof. Samy Molcho
Körpersprache - die verkannte Informationsquelle
Außerdem dazu:
Modell der 4-Kanal-Kommunikation
Zum Thema allgemein:
Pater Anselm Grün Was eine Führungspersönlichkeit auszeichnet
Prof. Dr. (iur.) Andrea Budde Integrierte Konfliktmanagementsysteme
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